Achtsamkeit

19. Oktober 2022

Was bedeutet eigentlich Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist ein Wort, was uns immer häufiger über den Weg läuft. Aber was genau ist das eigentlich und warum sollte ich mir die Mühe machen noch mehr Informationen in mein Bewusstsein aufzunehmen, wo doch schon pro Tag so viel mehr In-Put auf mich einprasselt, als ich überhaupt aufnehmen kann?

Die Praxis der Achtsamkeit oder auch Achtsamkeitsmeditation ist in unserer Kultur noch sehr jung. Sie kommt in der uns heute bekannten Form v.a. aus dem Buddhismus, in dem Achtsamkeit die Grundlage jeder Meditationsform ist. Das große Ziel der buddhistischen Mönche ist es, durch das tägliche und intensive Meditieren einen Zustand des Gewahrseins in allen Sinnen zu erreichen. Dabei handelt es sich um ein offenes Bewusstsein, das mit Neugier und Akzeptanz die gegenwärtige Verfassung wahrnimmt und in Verbindung zur Umwelt setzt.

Doch wie schaffen wir es hier in unserem Alltag diesen Bewusstseinszustand zu erlernen und zu integrieren? Und wie fühlt sich das eigentlich an?

In der Regel konzentrieren wir uns ständig auf etwas. Auf den Inhalt dieses Textes zum Beispiel, auf unseren Gesprächspartner, unsere Kinder, auf den Bildschirm, das Spielen eines Instruments, beim Sport und natürlich auf die beruflichen Aufgaben. Wenn wir uns konzentrieren, verengen wir unsere Wahrnehmung, um bestmöglich aufzunehmen und zu funktionieren. Dabei fordern wir unser Gehirn allerdings nur auf eine bestimmte Art und Weise und die Signale, die beispielsweise unser Körper sendet, werden nicht mehr wahrgenommen. Wie oft vergessen wir zu trinken, wenn wir uns konzentrieren, oder stehen nach getaner Arbeit mit schmerzendem Rücken und Nacken auf.

Es ist mittlerweile hinreichend in Studien belegt worden, dass das Integrieren von Achtsamkeit in unseren Alltag gegen Stress und Schmerzen hilft. Das bedeutet, dass der fokussierte Punkt unserer Aufmerksamkeit sich allmählich in einen kleinen Kreis und dann in immer größere Kreise verwandelt, die es uns erlauben loszulassen und das Bewusstsein für den gegenwärtigen Moment zu öffnen. Das mag sich zu Beginn sehr ungewohnt anfühlen, weil wir es gewohnt sind uns einer Sache konzentriert zu widmen. Aber das Verrückte ist, dass unser Gehirn dann sogar effektiver arbeitet. Wenn alle Sinne einbezogen werden, entstehen mehr Verknüpfungen, arbeiten beide Gehirnhälften aktiver, wir kommen mitunter in einen Flow-Zustand. Der kann entstehen, wenn wir unsere Wahrnehmung für uns, und das, was uns umgibt in dem jetzigen Moment, öffnen und unsere Konzentration in dieses größere Bild einbetten. Wir werden ruhiger und das Nervensystem kommt in einen ausgeglicheneren Zustand, in dem es bereit ist Neues aufzunehmen und zu lernen.

Und auf diese Art und Weise öffnet sich auch der gesamte Körper. Er ist nicht mehr auf die Funktion einzelner Muskelgruppen beschränkt, sondern kann regelrecht aufatmen und wieder als ganzes System existieren. Unsere Bewegungen werden koordinierter, der Atem tiefer und der Körper kann sich selbst ausbalancieren.

Durch die Übung von Achtsamkeit treten wir sowohl zu uns selbst, als auch zu unseren Mitmenschen in einen offeneren und wohlwollenderen Zustand, fühlen uns ausgeglichen und lernen immer besser unsere Aufmerksamkeit bewusst zu lenken.

Im Meraki biete ich Achtsamkeitstraining sowohl in Kursen mit einer Kleingruppe, als auch im Einzelcoaching an. Dabei beschäftigen wir uns mit der Öffnung aller Sinne, dem Body-Scan, dem Erforschen und Auflösen von Spannung, dem konkreten Anwenden von Achtsamkeit im Alltag und Strategien für den entspannteren Umgang mit Stress.

Eine wundervolle und in jedem Fall bereichernde Arbeit! Ich freue mich auf viele achtsame Stunden mit euch! Eure Rebecca

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